Kampf für faire Gehaltsverhandlungen im Öffentlichen Dienst!
Glb Wien • 8. November 2024
Die noch amtierende Bundesregierung ignoriert die Forderung nach Gehaltsverhandlungen für die wichtigen Berufe der Daseinsvorsorge. Eine Nulllohnrunde mit massiven Reallohnverlusten ist zu befürchten. Erste Protestaktionen sind bereits geplant, diese müssen aber noch viel weiter gehen.
Jedes Jahr verhandeln die GÖD (Gewerkschaft öffentlicher Dienst) und die Younion (ehemals Gewerkschaft der Gemeindebediensteten) gemeinsam über die Gehaltsanpassungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst.
In den Medien wird dies meist als "Beamtengehaltsverhandlungen" bezeichnet, obwohl nur ein kleiner Teil der Betroffenen Beamte sind. Der Großteil ist nach dem ASVG versichert und somit Vertragsbedienstete. Betroffen sind viele Berufsgruppen der Daseinsvorsorge wie Pflege, Müllabfuhr, Polizei, Sozialarbeit etc. Der Durchschnittsverdienst liegt laut Statistik Austria unter dem Durchschnitt der Angestellten in der Privatwirtschaft.
Nulllohnrunde befürchtet
Der Beginn der Verhandlungen wird von der Bundesregierung seit dem Sommer verzögert. Beamtenminister Kogler und Finanzminister Brunner spielen sich dabei gegenseitig den Ball zu. Befürchtet wird nun eine Nulllohnrunde, was weitere große Reallohnverluste für die Beschäftigten bedeuten würde.
Kampfmaßnahmen beschlossen
Die GÖD und die Younion rufen nun zu Dienststellenversammlungen auf, die aber meist nur informativen Charakter haben. Viel wichtiger ist die Planung von weitergehenden Protesten, dazu soll am Dienstag, den 26.11. eine Demonstration in Wien stattfinden.
GLB Wien unterstützt diese Proteste selbstverständlich und ruft zur zahlreichen - auch solidarischen - Teilnahme auf. Sollte sich bis dahin der Verdacht erhärten, dass eine Nulllohnrunde geplant ist, müssen unbedingt weitere Maßnahmen bis hin zum Streik folgen!
Patrick Kaiser
Intensivkrankenpfleger, GLB-Wien Landesvorsitzender und AK-Rat in Wien

GLB Wien

Am 1. Mai war der GLB Wien sehr aktiv: Zumarsch zur großen Ringdemo vom Praterstern, Teilnahme an der großen Ringdemo ab der Albertina von KPÖ und Bündnispartner:innen sowie bei den Maifesten im Cafe 7Stern und in Favoriten am Reumannplatz. Es gab zwei Reden von Landesvorsitzendem und AK-Rat Patrick Kaiser.

Imperialismus und Krieg dominieren die Weltpolitik. Die Klassenunterschiede vergrößern sich, auch bei uns. Wir müssen gemeinsam aufstehen gegen geopolitische Machtinteressen und kapitalistische Ausbeutung. Echter Frieden ist sozialer Frieden. Und sozialer Frieden ist unvereinbar mit einem System, das auf Konkurrenz, Ausbeutung und Profit basiert. Deshalb gehen wir - auch im Zeichen der desaströsen Sparpakete und fortschreitender Zerstörung der Daseinsvorsorge - am 1. Mai gemeinsam auf die Straße. Aber nicht nur dann!

DEMONSTRATION: NEIN ZU DEN KÜRZUNGEN DER MINDESTSICHERUNG SAMSTAG / 25.4. / 14:00 REUMANNPLATZ - HAUPTBAHNHOF Die Kürzungen der Mindestsicherung treffen die Schwächsten – Menschen in WGs, subsidiär Schutzberechtigte und Kinder. Sie treiben in Armut und nehmen ein würdiges Leben. Komm zur Demo und setz ein Zeichen gegen Sozialabbau! Facebook: https://fb.me/e/5MuQr6Vf8

Am 17.3 findet im ÖGB eine Kuba Solidaritätsveranstaltung statt, bei der der GLB Mitveranstalter ist und zu der wir euch einladen möchten. Kubanische Musik und Ansprachen · Hände weg von Kuba, Schluss mit der US-Blockade · Völkerrecht statt Faustrecht · Das neutrale Österreich darf nicht schweigen Beginn ist um 19:00 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr) im ÖGB Haus Catamaran im Wilhelmine-Moik-Saal: Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien (U2 Donaumarina)










