Urabstimmung über „1.April-KV-Abschluss-Sch(m)erz“!
Glb Wien • 1. April 2020
Verärgert zeigt sich Josef Stingl, Bundesvorsitzender des Gewerkschaftlichen Linksblock im ÖGB (GLB) über den „bösartigen 1.April-KV-Abschluss-Sch(m)erz“ der Sozialwirtschaft Österreich. Immerhin verlangten die Beschäftigten eine Reduzierung ihrer wöchentlichen Arbeitszeit auf 35 Stunden zur deutlichen Entlastung ihrer Arbeitssituation.
„Verantwortungsbewusst gegenüber sich selbst und ihrer Klient*innen Gesundheit haben sie ohne großes Aufsehen und Murren an 10. März die Verhandlungen und Proteste auf Nach-Corona unterbrochen. Jetzt dankt man´s ihnen mit einem Drei-Jahresabschluss, mit geringen finanziellen Brosamen und einer lächerlichen Arbeitsverkürzung in drei Jahren. Dass viele betroffene Kolleginnen und Kollegen enttäuscht sind und sich geneppt fühlen ist mehr als verständlich“, kritisiert der GLB-Bundesvorsitzende vor allem die unverständliche Gewerkschaftszustimmung.
Der überfallsartige KV-Abschluss innerhalb der Covid-19-Isolation geht gänzlich an der ursprünglichen Intention der Forderung vorbei: Eine diesbezüglich notwendige inhaltliche Diskussion und Kritik wurde undemokratisch ausgehebelt, für Stingl eine untragbare Vorgangsweise. Er verlangt: „Urabstimmung! Damit sichtbar wird, ob die aus den unterschiedlichsten Bereichen kampfbereiten Kolleginnen und Kollegen das Ergebnis mittragen oder ein Zurück zum Arbeitskampf verlangen.“
Patrick Kaiser, GLB-Aktivist und Personalvertreter im öffentlichen Wiener Krankenhaus Nord meint dazu:
"Dieser Abschluss ist ein Hohn! Er verspottet all diejenigen, die an vorderster Lohnarbeitsfront Tag für Tag - auch in schweren Zeiten unter Einsatz der eigenen Gesundheit - für das Wohl und die Versorgung der Menschen tätig sind. Wie man derzeit deutlich sieht, betrifft dies nicht nur Personal im Sozialbereich sondern auch Handelsangestellte und viele mehr. Was heißt das für die nahe Zukunft: Wir müssen nun vehement dafür kämpfen, dass in den öffentlichen Spitälern nach der Sondersituation eine deutliche Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohn- und Personalausgleich durchgesetzt werden kann. Dies muss dann als Vorgabe für alle Bereiche dienen, wo Menschen für die Versorgung mit gesellschaftlich notwendigen Dienstleistungen tätig sind. Mit Applaus und Lobesworten kann man keine Miete bezahlen und kein erträgliches Lohnarbeitsleben gestalten!"
Zum Abschluss verweist wiederum Josef Stingl auf die überparteiliche Initiative „minus5“. Auch bei der dieser Onlinepetition (https://openpetition.eu/minus5) können die betroffenen Kolleg*innen ihren Unmut zeigen und für eine wöchentlich fünfstündige Arbeitszeitverkürzung zur Verbesserung ihrer Arbeitssituation votieren.
Patrick Kaiser, GLB-Aktivist und Personalvertreter im öffentlichen Wiener Krankenhaus Nord meint dazu:
"Dieser Abschluss ist ein Hohn! Er verspottet all diejenigen, die an vorderster Lohnarbeitsfront Tag für Tag - auch in schweren Zeiten unter Einsatz der eigenen Gesundheit - für das Wohl und die Versorgung der Menschen tätig sind. Wie man derzeit deutlich sieht, betrifft dies nicht nur Personal im Sozialbereich sondern auch Handelsangestellte und viele mehr. Was heißt das für die nahe Zukunft: Wir müssen nun vehement dafür kämpfen, dass in den öffentlichen Spitälern nach der Sondersituation eine deutliche Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohn- und Personalausgleich durchgesetzt werden kann. Dies muss dann als Vorgabe für alle Bereiche dienen, wo Menschen für die Versorgung mit gesellschaftlich notwendigen Dienstleistungen tätig sind. Mit Applaus und Lobesworten kann man keine Miete bezahlen und kein erträgliches Lohnarbeitsleben gestalten!"
Zum Abschluss verweist wiederum Josef Stingl auf die überparteiliche Initiative „minus5“. Auch bei der dieser Onlinepetition (https://openpetition.eu/minus5) können die betroffenen Kolleg*innen ihren Unmut zeigen und für eine wöchentlich fünfstündige Arbeitszeitverkürzung zur Verbesserung ihrer Arbeitssituation votieren.
GLB Wien

Am 1. Mai war der GLB Wien sehr aktiv: Zumarsch zur großen Ringdemo vom Praterstern, Teilnahme an der großen Ringdemo ab der Albertina von KPÖ und Bündnispartner:innen sowie bei den Maifesten im Cafe 7Stern und in Favoriten am Reumannplatz. Es gab zwei Reden von Landesvorsitzendem und AK-Rat Patrick Kaiser.

Imperialismus und Krieg dominieren die Weltpolitik. Die Klassenunterschiede vergrößern sich, auch bei uns. Wir müssen gemeinsam aufstehen gegen geopolitische Machtinteressen und kapitalistische Ausbeutung. Echter Frieden ist sozialer Frieden. Und sozialer Frieden ist unvereinbar mit einem System, das auf Konkurrenz, Ausbeutung und Profit basiert. Deshalb gehen wir - auch im Zeichen der desaströsen Sparpakete und fortschreitender Zerstörung der Daseinsvorsorge - am 1. Mai gemeinsam auf die Straße. Aber nicht nur dann!

DEMONSTRATION: NEIN ZU DEN KÜRZUNGEN DER MINDESTSICHERUNG SAMSTAG / 25.4. / 14:00 REUMANNPLATZ - HAUPTBAHNHOF Die Kürzungen der Mindestsicherung treffen die Schwächsten – Menschen in WGs, subsidiär Schutzberechtigte und Kinder. Sie treiben in Armut und nehmen ein würdiges Leben. Komm zur Demo und setz ein Zeichen gegen Sozialabbau! Facebook: https://fb.me/e/5MuQr6Vf8

Am 17.3 findet im ÖGB eine Kuba Solidaritätsveranstaltung statt, bei der der GLB Mitveranstalter ist und zu der wir euch einladen möchten. Kubanische Musik und Ansprachen · Hände weg von Kuba, Schluss mit der US-Blockade · Völkerrecht statt Faustrecht · Das neutrale Österreich darf nicht schweigen Beginn ist um 19:00 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr) im ÖGB Haus Catamaran im Wilhelmine-Moik-Saal: Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien (U2 Donaumarina)











