Nein zu den Reallohnverlusten in den KV-Abschlüssen - Solidarität mit den Warnstreiks im Handel!

Glb Wien • 3. Dezember 2023

Die Preissteigerungen der letzten Jahre sind enorm, die KV Verhandlungen haben bis jetzt meist nur (unrealistische) Inflationsabgeltung und damit Reallohnverluste gebracht. Deshalb: Solidarität mit den Streiks im Handel!

Der überraschende Abschluss der "Verhandlungen" im Hinterzimmer von 9,15% im öffentlichen Dienst wurde vom Finanzminister und den Landeshauptleuten sowie der politisch nahestehenden GÖD und der kooperierenden Younion gut inszeniert, es gab damit ein Vorbild für die weiteren gewerkschaftlichen Verhandlungen im Sozialbereich und darüber hinaus. Nicht über der rollierenden Inflation des VPI (der für die normalen Menschen nicht die echten Preissteigerungen darstellt) dürfen die Abschlüsse scheinbar sein. Einen Anteil an Profiten und Steuermehreinnahmen wird den Beschäftigten nicht zugestanden.


Ketteneffekt - weitere Abschlüsse

Nicht lange darauf hat - vielleicht auf innergewerkschaftlichen Druck - auch der SWÖ (Sozialwirtschaft Österreich - Beschäftigte im privaten Sozial- und Gesundheitsbereich) mit 9,2% abgeschlossen, obwohl die Stimmung in der Basis für eine Reallohnerhöhung durchaus kämpferisch war. Trotzdem ist nur eine rollierende VPI-Inflationsabgeltung dabei herausgekommmen. Dies ist nicht nur schade, sondern enttäuschend. Gerade da wo der gewerkschaftliche Organisationsgrad hoch ist, sollte ein besserer Abschluss in Sichtweite sein. Die Forderungen der GLB-Mitglieder im Verhandlungsteam nach Urabstimmung über dieses Ergebnis wurden natürlich abgelehnt.


Der Metallerabschluss klingt erst einmal gut, allerdings werden halbwegs akzeptable 10% Lohnsteigerung nur diejenigen bekommen, die bereits jetzt besser bezahlt werden. Auf die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und Mindestgrundgehälter gibt es nur 8,5 %. Außerdem ist es nur ein vorläufiger Abschluss, die Härtefallregelung für Betriebe in besonders schwierigen Lagen verlagert die Lohnverhandlungen teilweise in die Einzelbetriebe und kann auf keinen Fall begrüßt werden.


Solidarität mit den Beschäftigten im Handel!

Wir stehen nun solidarisch mit den um ihre Lebensgrundlage kämpfenden Menschen im Handel, wo auch schon Warnstreiks stattgefunden haben. Alles, was unter der rollierenden Inflation liegt, ist eine massive Reallohnkürzung für diejenigen, die auch während der Pandemie täglich am Arbeitsplatz erscheinen mussten! Es braucht viel mehr, um die Beschäftigten im Handel auch halten zu können!


Wir meinen als GLB Wien:

  • Es braucht vor allem in der Daseinsvorsorge und den Betrieben wie im Handel, die unser tägliches Leben mittragen, eine Lohnerhöhung, die auch die Profite abgreift!
  • Es kann nicht sein, dass gerade im Sozialbereich die Regierung durch einen überraschenden vorzeitigen Abschluss im öffentlichen Dienst den Rahmen vorgibt!
  • Wir brauchen zudem Urabstimmungen über KV-Ergebnisse, damit eine transparente und kämpferische Gewerkschaftpolitik im Sinne der Beschäftigten garantiert wird!
  • Kampf bis zum Streik darf weiterhin kein Fremdwort der Gewerkschaften sein, die Basis muss viel weiter miteinbezogen werden!


GLB Wien

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Diskutieren und Planen: Trotz Demonstrationen und Streiks gibt es im Sozialbereich KV-Abschlüsse, die wir als kämpferische Gewerkschaftsorganisation nicht gutheißen. Die., 17. 2 ab 18:30 im Werkl im Goethehof (1220 U1 Kaisermühlen).
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Antifaschistische Demonstration: 12. Februar: „Tag des Aufstands gegen den Austrofaschismus“ Gedenken heißt kämpfen! Der 12. Februar muss als „Tag des Aufstands gegen den Austrofaschismus“ ein gesetzlicher Feiertag werden. Das Bündnis 12. Februar setzt sich für eine breite gesellschaftliche Verankerung des positiven Bezugs zu diesem antifaschistischen Kampf ein. Do, 12.2.2026, 18.00 U3 Kardinal-Nagl-Platz, 1030 Wien Österreich 1933/34 – Eine politische Zäsur im europäischen Kontext Werner Anzenberger, Heimo Halbrainer, Hans-Peter Weingand (Hg.) Buchpräsentation mit den Herausgebern, anschließend Diskussion Moderation: Bündnis 12. Februar Über 90 Jahre ist es her, dass die autoritäre Revolution – die systematische Aushöhlung von Demokratie und Rechtsstaat durch rechtsextreme politische Kräfte – in der Errichtung der austrofaschistischen Diktatur 1933/34 einen ersten Höhepunkt fand. Der Aufstand von Teilen der Arbeiterschaft gegen diesen Putsch auf Raten im Februar 1934 scheiterte bereits nach wenigen Tagen. Montag 9. Februar 2026, 18:30, FAKTory, Universitätsstraße 9, 1010 Rostrot das Pflaster Literatur zum 12. Februar 1934 - Doris Dornetshuber liest aus Anna Seghers „Der Weg durch den Februar“ Robert Reinagl rezitiert zwei Gedichte von Erich Weinert (Audioeinspielung) Paul Ferstl liest aus seinem Roman „Rostrot“ Samstag 14. Februar 2026, 18:00 Pankahyttn, Johnstraße 45, 1150 Wien
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Wir freuen uns über interessierte und kämpferische Lohnarbeitsabhängige Menschen! Sei dabei, diskutiere und plane mit uns konkrete Aktivitäten! Anschließend gemütliches Zusammensein. Offenes Treffen des GLB Wien: Thema: Branchenreporte und KV-Verhandlungen im Wissenschaftsbereich. Kurzer Input von GLB-Gewerkschafter:innen und anschließende Diskussion. Die., 20.1. ab 18:30 im Werkl im Goethehof (Schüttaustraße 1-39, 1220 Wien - U1 Kaisermühlen, 5 Minuten Fußweg - Gassenlokal mit Roter Eingangstüre am Goethehof)
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Sozialabbau bedeutet Klassenkampf von oben. Das können wir so nicht mehr länger hinnehmen! Massive Einsparungen bei der Behindertenhilfe, der Sozialhilfe und in allen anderen sozialen Bereichen bringen Verelendung und soziale Probleme. Aber auch das Gesundheitssystem soll neoliberal kaputtgespart werden: Weitere 800 Betten in den Krankenhäusern Wiens werden eingespart, als Ersatz dafür soll es Telemedizin und privat geführte "Gesundheitszentren" geben.
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Am Freitag, den 14.11. präsentiert die Stadtregierung ein Budget, in dessen Rahmen etwa die Mindestsicherung für Kinder gekürzt und für subsidär Schutzberechtigte ganz abgeschafft werden soll. Quer durch den Sozialbereich werden Projekte eingestellt und Leute gefeuert, von der Drogen- und Suchthilfe bis zu Deutschkursen. Den Obdachloseneinrichtungen wird sogar das warme Mittagessen gestrichen. Alle jetzt schon angekündigten Kürzungen hier zu erwähnen würde den Rahmen sprengen, aber kurz lässt sich sagen: *Zehntausende Menschen sind durch dieses Budget akut von Armut und Elend bedroht* Auch im WiGeV soll gespart werden, nachdem dort bereits durch das aufgeschnürte Gehaltsgesetz massive Reallohnverluste, auch für die Pflege, real sind. In den anderen Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge sieht es nicht anders aus, Mistkübler, Hausbetreuer:innen, Sozialarbeiter:innen, etc. Weitere Einsparungen sind in Planung. Wir wollen das nicht hinnehmen, *daher raus auf die Straße*. Wir werden bei der *Verkündung des Budgets der Stadt Wien* am *Freitag dem 14.11. ab 08:30 bei der Lichtenfelsgasse 2 (Rathaus)* der Stadtregierung richtig einheizen. Das wird nur der erste Schritt sein. Wir, das Bündnis SoWi_So - Solidarischer Widerstand gegen Sozialkürzungen , planen für die kommenden Monate weitere Aktionen, etwa eine Konferenz gegen die Kürzungen und Demonstrationen. Komm am Freitag, nimm alle mit die du kennst und die Zeit haben. Melde dich wenn du mit uns aktiv werden willst: sowiso.wien@gmail.com 
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Anlass für das Thema war das 100-jährige Jubiläum des Frauenreferats, gegründet von Käthe Leichter, damals wie heute mit der Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit. Die schwierige Vereinbarkeit von Lohnarbeit und Sorgearbeit gipfelt in der hohen Teilzeitquote bei Frauen. Dies ist kein privates, sondern ein systemisches Problem. Der GLB unterstützt die Gleichstellung, beispielsweise durch die Forderung nach guten Lohnabschlüssen. Unser Antrag gegen Nulllohnrunden und für eine aktive Lohnpolitik – was gerade in unterbezahlten Branchen Frauen helfen würde – wurde jedoch abgelehnt.