GLB Wien unterstützt die Demo gegen "Anstellungsverbote" beim Wiener "Roten Kreuz"!

Glb Wien • 26. Oktober 2020

GLB Wien unterstützt die Demo gegen "Anstellungsverbote" beim Wiener "Roten Kreuz"!

Langjährige saisonale MitarbeiterInnen der Wohnungslosenhilfe werden wegen politischer Aktivitäten und konstruktiver Kritik beim Roten Kreuz nicht wieder eingestellt. Der GLB-Wien ruft zur Demo gegen diese repressiven Akte einer vermeintlich gemeinschaftlich orientierten Organisation auf!


Im Rahmen des Winterpaketes 2020 erfuhren langjährig saisonal angestellte MitarbeiterInnen der Wiener Wohnungslosenhilfe, dass sie nun vom Roten Kreuz nicht wieder eingestellt werden. Intern kommunizierte Gründe sind, dass aufgrund nicht im Detail erwähnter Vorfälle eine Absage durch die Bereichsleitungen erfolgte. Es wird aber wahrscheinlich daran liegen, dass diese Beschäftigten auch privat politisch aktiv waren und nebenbei auch noch konstruktive Kritik am CoVid-Management der Organisation geübt haben. Es ist eine politische Entscheidung, und so soll auch politisch geantwortet werden.


Zum Hintergrund

Das Rote Kreuz erfüllt vermeintlich eine soziale Agenda. Viele altruistisch agierende freiwillige HelferInnen tragen dazu bei, dass notwendige gesellschaftlichen Leistungen durch ehrenamtliches Engagement und damit aus dieser Organisation gedeckt werden.


Das Österreichische Rote Kreuz finanziert sich aber - entgegen der allgemeinen Meinung - zu einem überwiegenden Teil aus Leistungsentgelten durch die öffentliche Hand. Nur 11% werden aus Spenden lukriert (2019). Gleichzeitig ist die Organisation auch politisch voll in die schwarz-türkise Politik integriert, bei der CoVid-Bekämpfung wird auf die (vermeintliche) Expertise dieses Vereins gesetzt. Der Umsatz des RK (660 Mio. Euro 2019) ist von der Umsatzsteuer befreit.


Wir meinen:

Eine selbsternannte NGO, die einerseits eine politische Agenda vertritt und politisch mißliebige MitarbeiterInnen nicht wieder einstellt, und andererseits die Arbeit von freiwilligen HelferInnen für den eigenen Umsatz mißbraucht, zeigt nur, dass solche Tätigkeiten der Daseinsvorsorge eigentlich kommunal finanziert werden sollten. Nur so werden gute Arbeitsbedingungen und eine gute Versorgung der Menschen gewährleistet.


Deshalb zur Kundgebung: Basisinitiativen: "Sozial aber nicht blöd", "Initiative Sommerpaket", "Wiener Arbeiter*innen Syndikat" und auch der GLB-Wien rufen auf:

Mi., 28.10. 7:30-8:30 vor der Zentrale des Wiener Roten Kreuzes, Nottendorfer Gasse 21, 1030 Wien

GLB Wien

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Diskutieren und Planen: Trotz Demonstrationen und Streiks gibt es im Sozialbereich KV-Abschlüsse, die wir als kämpferische Gewerkschaftsorganisation nicht gutheißen. Die., 17. 2 ab 18:30 im Werkl im Goethehof (1220 U1 Kaisermühlen).
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Wir freuen uns über interessierte und kämpferische Lohnarbeitsabhängige Menschen! Sei dabei, diskutiere und plane mit uns konkrete Aktivitäten! Anschließend gemütliches Zusammensein. Offenes Treffen des GLB Wien: Thema: Branchenreporte und KV-Verhandlungen im Wissenschaftsbereich. Kurzer Input von GLB-Gewerkschafter:innen und anschließende Diskussion. Die., 20.1. ab 18:30 im Werkl im Goethehof (Schüttaustraße 1-39, 1220 Wien - U1 Kaisermühlen, 5 Minuten Fußweg - Gassenlokal mit Roter Eingangstüre am Goethehof)
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Sozialabbau bedeutet Klassenkampf von oben. Das können wir so nicht mehr länger hinnehmen! Massive Einsparungen bei der Behindertenhilfe, der Sozialhilfe und in allen anderen sozialen Bereichen bringen Verelendung und soziale Probleme. Aber auch das Gesundheitssystem soll neoliberal kaputtgespart werden: Weitere 800 Betten in den Krankenhäusern Wiens werden eingespart, als Ersatz dafür soll es Telemedizin und privat geführte "Gesundheitszentren" geben.
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Am Freitag, den 14.11. präsentiert die Stadtregierung ein Budget, in dessen Rahmen etwa die Mindestsicherung für Kinder gekürzt und für subsidär Schutzberechtigte ganz abgeschafft werden soll. Quer durch den Sozialbereich werden Projekte eingestellt und Leute gefeuert, von der Drogen- und Suchthilfe bis zu Deutschkursen. Den Obdachloseneinrichtungen wird sogar das warme Mittagessen gestrichen. Alle jetzt schon angekündigten Kürzungen hier zu erwähnen würde den Rahmen sprengen, aber kurz lässt sich sagen: *Zehntausende Menschen sind durch dieses Budget akut von Armut und Elend bedroht* Auch im WiGeV soll gespart werden, nachdem dort bereits durch das aufgeschnürte Gehaltsgesetz massive Reallohnverluste, auch für die Pflege, real sind. In den anderen Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge sieht es nicht anders aus, Mistkübler, Hausbetreuer:innen, Sozialarbeiter:innen, etc. Weitere Einsparungen sind in Planung. Wir wollen das nicht hinnehmen, *daher raus auf die Straße*. Wir werden bei der *Verkündung des Budgets der Stadt Wien* am *Freitag dem 14.11. ab 08:30 bei der Lichtenfelsgasse 2 (Rathaus)* der Stadtregierung richtig einheizen. Das wird nur der erste Schritt sein. Wir, das Bündnis SoWi_So - Solidarischer Widerstand gegen Sozialkürzungen , planen für die kommenden Monate weitere Aktionen, etwa eine Konferenz gegen die Kürzungen und Demonstrationen. Komm am Freitag, nimm alle mit die du kennst und die Zeit haben. Melde dich wenn du mit uns aktiv werden willst: sowiso.wien@gmail.com 
von Glb Wien 5. November 2025
Anlass für das Thema war das 100-jährige Jubiläum des Frauenreferats, gegründet von Käthe Leichter, damals wie heute mit der Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit. Die schwierige Vereinbarkeit von Lohnarbeit und Sorgearbeit gipfelt in der hohen Teilzeitquote bei Frauen. Dies ist kein privates, sondern ein systemisches Problem. Der GLB unterstützt die Gleichstellung, beispielsweise durch die Forderung nach guten Lohnabschlüssen. Unser Antrag gegen Nulllohnrunden und für eine aktive Lohnpolitik – was gerade in unterbezahlten Branchen Frauen helfen würde – wurde jedoch abgelehnt.